Vorträge

Dr. Ulrich Ziegenhagen,
Region Bonn - das Silicon Valley der Geobranche

Vorgestellt wird die Geo Region Bonn, die mit ihren über 30 etablierten und marktführenden Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern im Bereich der Geoinformationswirtschaft einen bedeutenden Anteil am nationalen und internationalen GIS-Markt hat.
Die Geoinformationsinitiative der Region Bonn arbeitet daran, die Geowirtschaft als ein bedeutendes Geschäftsfeld zu etablieren und weitere innovative und hochwertige Arbeitsplätze schaffen.
Arnulf Christl,
Freie Geodaten - Chancen für Wirtschaft und öffentliche Verwaltung
Um Geodaten und daraus abgeleitete Kartenwerke kostenfrei bereitstellen zu können, kann zur Finanzierung das Verursacherprinzip angewendet werden. Dabei gilt, dass wirtschaftliche Aktivitäten, die Veränderungen im Raum zur Folge haben die Aufnahme dieser Änderungen finanzieren müssen. Die gesetzlich vorgeschriebene Gebäudeeinmessung ist ein Beispiel, bei dem dieses Prinzip bereits angewendet wird. Als Ergebnis dieses Vorgehens sollten diese Daten frei zugänglich sein, da sie bereits finanziert sind. Aus verschiedenen Gründen ist das in Deutschland derzeit aber noch nicht der Fall.
Verschiedene Gruppierungen führen unterschiedliche Argumente an, warum öffentliche Geodaten frei sein müssen. In diesem Vortrag werden einige Positionen vorgestellt, Argumente erörtert und Grenzen aufgezeigt.
Martin Klopfer,
Das Open Geospatial Consortium Europe

Das im September 1994 gegründete Open Geospatial Consortium (OGC) ist ein internationales Konsortium mit weltweit mehr als 345 Mitgliedern aus Industrie, Behörden, öffentlichen Verwaltungen und Universitäten. Das Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von raumbezogener Informationsverarbeitung auf Basis allgemeingültiger Standards zum Zweck der Interoperabilität festzulegen. Wir wollen Ihnen helfen, die Idee hinter OpenGIS Standards und interoperablen Schnittstellen zu verstehen und erläutern, wie Sie die Standards für Ihre geo-relevanten Fragestellungen sinnvoll einsetzen können.
Frank Härtel,
RIO - RaumInformation Oberberg, das Geoportal des Oberbergischen Kreises

Vorgestellt wird RIO, das Rauminformationsportal des Oberbergischen Kreises (OBK), als Ergänzung der WEB-GIS Intranetlösung. Gezeigt werden thematische Inhalte des Portals und seine Verknüpfungen mit Fachdaten und anderen WEB-Auskünften des OBK.
Anja Schupp,
GDI-Südhessen – eine regionale Geodateninfrastruktur

Die GDI-Südhessen ist ein regionales Projekt der Geodateninfrastruktur Hessen (GDI-Hessen). Unter Beteiligung südhessischer Landkreise sowie einiger Gemeinden wird der Aufbau einer Geodateninfrastruktur auch auf den kommunalen Bereich ausgeweitet. Neben der Durchführung von Themenworkshops werden gemeinsam Leitprojekte umgesetzt und organisatorische Strukturen aufgebaut. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Entstehungsphase einer kommunalen Geodateninfrastruktur.
Dr. Jörg Kurpjuhn,
GDI Rheinland-Pfalz und das GeoPortal.rlp

Im Kontext der eGovernment-Initiative des Landes Rheinland-Pfalz werden die im Ministerratsbeschluss vom 24. 05.2005 festgelegten Ziele einer Geodateninfrastruktur (GDI-RP®) umgesetzt. Dabei kommt dem GeoPortal.rlp die zentrale Aufgabe als serviceorientierte Vermittlungsstelle zwischen den Nutzern und den Anbietern von Geodaten zu.
"Geodaten suchen – Ergebnis wählen – Karte anzeigen" sind die Kernfunktionalitäten für die Recherche und den Online-Zugriff auf verteilte Geodatenbestände sowie deren Visualisierung.
Damit werden technologische und organisatorische Rahmenbedingungen für die Nutzung von Geodaten durch Politik, öffentliche Verwaltungen, Wirtschaft, Wissenschaft sowie durch Bürgerinnen und Bürger über das Internet geschaffen.
Herbert Schönhammer,
Das Geoportal der Stadt Regensburg

Inhaltlich wird das neue Stadtportal Regensburg vorgestellt. Schwerpunkte der Präsentation wird die Bauleitplanung sein. Die derzeit realisierte Server-Struktur wird skizziert. Oracle-Datenbankserver dienen der Datenpflege im Hause. Postgres / PostGIS – Server dienen der Speicherung der Mapbender-Stammdaten und der Massendaten zur Beauskunftung im Internet. Bei relevanten Datenbeständen wird auch in der Internetpräsentation eine Tagesaktualität angestrebt. Durch tagesaktuelle Bereitstellung der Bauleitplanung sollen künftig öffentliche Auslegungen und Beteiligungsverfahren durch das Medium Internet unterstützt werden.
Rainer Nuß,
Online-Kartendienst der Stadt Bielefeld – Praxisbericht

Der Online-Kartendienst ist als Open Source-basierte Publikationsplattform für kommunale geographische Informationen innerhalb der Verwaltung sowie für externe private und öffentliche Kundengruppen nicht mehr wegzudenken. Neben ca. 70 aktuellen Geothemen, die fachverantwortlich für die anmeldpflichtigen Nutzer vorgehalten werden (und auch Einnahmen ins städtische „Säckel“ erbringen), gibt es etliche frei verfügbare Themen, die tlw. als „Nebenprodukt“ anfallen. Darunter sind bspw. Applikationen wie Auskunfts- und Bürgerbeteiligungsverfahren für Bebauungs- und Flächennutzungsplanung, die mit Komponenten des Online-Kartendienstes gelöst werden. Für „geodätisch geneigte Nutzer“ wird die amtliche Auskunft aus dem Liegenschaftskataster bezüglich Geometrie-, Buch- und Punktdaten ermöglicht. Es werden auch Lösungsüberlegungen zu einem „weichen“ Übergang im WebGIS auf das neue „Geodätische Datum“ ETRS89/UTM zur Diskussion gestellt.
Der Vortrag ist ein Praxisbericht sowohl über den Erfolg, als auch über die Probleme und „Stolpersteine“ des WebGIS-Ausbaus bei der Stadt Bielefeld. Inhalte werden sowohl aus technischer, fachlicher und organisatorischer Sicht beleuchtet. Zum Schluss werden Ziele über geplante Entwicklungen aus Bielefelder Sicht dargestellt.
Dr. Detlef Neitz,
Kommunale Geoportale im Spannungsfeld von Google Earth & Co

Kaum eine Software hat die Internetnutzer in den letzten 2 Jahren mehr in den Bann gezogen als die Earth-Viewer. Diese stellen in zunehmenden Maß auch ein breites Spektrum lokaler Informationen zur Verfügung.
Welche Strategien sichern zukünftig die regionale Relevanz von kommunalen GeoPortalen bei Bürgern und Wirtschaft?
Wie erhöht man den Wohlfühlfaktor und die Außenwahrnehmung der Portale und sollte man eigene Geodaten als Overlay für Google Earth & Co. anbieten?
Paolo Viskanic,
Nachhaltigkeit Südtirol - ein WebGIS und Statistikportal

Die WebGIS Applikationen auf Basis Freier Software eignen sich auch sehr gut, um statistische Daten darzustellen. R3 GIS hat auf der Basis von MapServer, PostGIS und pMapper Statistikportale für den Obst- und Weinbau in Südtirol entwickelt. Sie dienen der Analyse der Geschäftsergebnisse von Banken sowie der Darstellung und Analyse von Nachhaltigkeitsindikatoren. Im Vortrag werden anhand des Portals "Nachhaltigkeit Südtirol" Darstellung- und Analysemöglichkeiten aufgezeigt.
Shah Saad Azfar,
Business Mapping beim Logistikdienstleister DKV Euro Service GmbH + Co. K
Seit Anfang der 80-er Jahre setzt der DKV Euro Service GmbH + Co. KG eine Applikation zur geographischen Standortanalyse von LKW-Werkstätten und Tankstellen ein. Services wie ein europaweiter Pannennotruf und Aufbau eines Tankstellennetzes von Moskau bis hin nach Marokko wurden durch diese Geo-Applikation unterstützt. Nach über zwanzig Jahren produktivem Einsatz forderten die Anwender, nicht nur Creditoren, sondern auch Debitoren raumbezogen in einer Karte darzustellen. Hinzu kamen Anforderungen wie Businessreporting nach "gewohntem" Business Objects Standard und Kennzahlenberechnungen. Routing und Geocodierung waren Musskriterien. Die Entscheidung wurde zugunsten einer offenen Software Lösung nach OGC Standard mit Einsatz von WMS / WFS getroffen. Der Referent beschreibt die Einführung einer dienstebasierten WEB-GIS Lösung, die in die bestehende Oracle-Infrastruktur integriert wurde. Vorgestellt werden die Oracle Geocoding- und Routing-Engine, das komplexe Datenmodell mit über 80.000 Debitoren und mehreren Millionen Transaktionsdaten sowie die Architektur zwischen Reportserver, Kartenserver und Marktdaten.
Johannes Stork,
Praktischer Einsatz eines WebGIS in einem kommunalen Ver- und Entsorgungsbetrieb

Die Anforderungen an ein Geoinformationssystem für die Entsorgungsbetriebe Wesseling gehen weit über die reine Präsentation von Geodaten hinaus. Zu diesem Zweck wurde ein webbasiertes GIS aufgebaut, das nicht nur als Auskunftssystem vornehmlich der Darstellung von Karten dient, sondern aktiv in die Aufbau- und Ablauforganisation des Betriebes eingebunden ist. Im Vortrag wir erläutert, wie Geodaten in die alltäglichen Geschäftsabläufe integriert wurden.